Zurück in der Heimat!

Eine lange Reise geht zu Ende!

 

Es war einer der interessantesten Reisen die wir jemals unternommen haben. Wir haben viele Kulturen kennen lernen dürfen und haben gelernt das viele Vorurteile gegenüber anderen Ländern einfach nicht zutreffend sind! Überall hat man uns sehr herzlich empfangen und wurden häufig eingeladen. So hat man die Menschen kennen gelernt, wie sie wirklich leben! 

Ebenso interessant waren die verschiedensten Landschaften, teils mit krassen Unterschieden und dann wieder ganz schleichende Vegetationsveränderungen. Auch hier wurde einem immer wieder das Gegenteil bewiesen! Zum Beispiel meinen viele der Iran wäre ein Wüstenstaat, dass es dort aber auch Skigebiete und Urwald artige Wälder gibt, wissen nicht viele.

Wir haben so viel erlebt, man könnte Tage darüber berichten. Mehrere tausend Bilder wurden gemacht und die wollen nun sortiert werden. Deshalb wird es bestimmt eine Weile dauern bis man einen Rahmen gefunden hat in dem man es vortragen kann. Um euch nochmal ein kleines Stück auf dieser Reise mit zu nehmen.

Für mich war die Reise aus familiären Gründen ein wenig eher zu Ende so kam ich nach 114 Tagen und 30.858km wieder zu Hause an!  Dabei hat mein Auto auf der ganzen Reise 3.190l Diesel gebraucht macht einen Durchschnittsverbrauch von 10,3l/100km mit dem schweren Gepäck kann sich das durchaus sehen lassen! Kompliment an Toyota!  Für den gesamten Kraftstoff zahlte ich insgesamt 1.951€  macht im Schnitt 0,61€ pro Liter.

Nachdem Stefan noch ein wenig das Baltikum erkundet hat, kam auch er eine Woche später wohlbehalten zu Hause an. Stefan fuhr so insgesamt 31.568km dafür benötigte er 3.344l Diesel. Das macht ein Verbrauch von 10,6l/100km also nahezu identisch! Für das kostbare Gut zahlte Stefan insgesamt 2.033€ was bedeutet, dass er im Schnitt auch knappe 0,61€ pro Liter gezhalt hat.

 

Wann die nächste Reise kommt ist ungewiss! Aber sie wird kommen

 

Bis dann Stefan und Hanjo

4 Kommentare 31.7.15 14:19, kommentieren

Bye Bye Russland

Nachdem wir einen wunderschönen Abend bei Jürgens Familie verbrachten, machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg nach Moskau! Je näher man der Stadt kam, desto dichter wurde der Verkehr, doch das große Chaos blieb aus. Die erste Adresse in Moskau war für uns der ARB Shop, ein Geschäft für Offroad Zubehör. Ein Paradies für Geländewagen Fahrer! Es war so gut, dass wir am nächsten Tag nochmal vorbei kommen mussten um unsere Einkäufe zu montieren. Was es gab bleibt eine Überraschung

Nun ging es zum Campingplatz, ein super Stellplatz mitten im grünen. Es war nicht viel los und wir konnten dort ein wenig entspannen. Am nächsten Morgen ging es dann erneut zum ARB Shop, wir wurden dort sehr herzlich empfangen und es ging direkt los. Mein Auto stand als erstes an der Reihe, wir entschieden uns dabei zu bleiben. Alle Angestellten und auch der Chef waren sehr interessiert an unseren umgebauten Fahrzeugen und unserer Reise. Im laufe des Tages stellte man uns die Frage ob wir damit einverstanden wären ein Interview zu geben für ein russisches Offroad Magazin. Natürlich war es für uns kein Problem für uns. Nach einiger Zeit kam der Reporter vorbei, er sprach sehr gutes Englisch und so war die Verständigung sehr einfach. Nach einem interessanten zweistündigem Interview waren unsere Autos fertig. Nun mussten natürlich einige Bilder gemacht werden. Am Ende des Tages lud uns einer der Verkäufer zu sich nach Hause ein. Da wir uns am nächsten Tag noch die Stadt anschauen wollten, verschoben wir es auf den nächsten Abend.

Nach einem langen Tag fuhren wir zurück zum Campingplatz, dort unterhielten wir uns noch mit einem Ehepaar die aus Kulmbach kamen. Anschließend fielen wir tot müde ins Bett!

Am Donnerstag Morgen frühstückten wir bei herrlichem Sonnenschein, anschließend fuhren wir mit der Tram und Metro in die Innenstadt. Die Stadt ist einfach gigantisch! Wundervolle historsiche Bauwerke, ein imposantes U-Bahn Netz und ein beeindruckendes Stadtleben!

Die Metro die teils sehr tief in der Erde liegt

 

Der rote Platz, der aufgrund einer Veranstaltung gesperrt war!

 

Die berühmte Basilius Kathedrale am roten Platz.


Wir sahen nur einen kleinen Teil der gigantischen Stadt, doch den Teil den wir gesehen haben war unbeschreiblich schön! Doch die Zeit sitzt uns im Nacken und so wird es vorerst bei dem kleinen Einblick bleiben.

Am Abend fuhren wir durch den Feierabendverkehr zur Einladung, etwas südlich der Stadt. Wie immer wurden wir sehr herzlich empfangen. Es wurde mal wieder ein langer Abend!


Eigentlich war unser Plan am frühen Morgen Richtung Grenze zu fahren. Doch Dimitry hat sich für Freitag extra Urlaub genommen. So entschieden wir uns noch mindestens zum Mittagessen zu bleiben und erst dann los zu fahren!


Wir werden gemeinsam zur russich-lettischen Grenze fahren. Doch dann werden Stefan und ich uns trennen. Da Stefan noch mehr Zeit hat als ich, wird er noch ein wenig das Baltikum erkunden. Für mich geht bald der Alltag wieder los, doch vorher muss ich noch einiges erledigen und muss mich deshalb etwas eher verabschieden.

 

Bis dann Stefan und Hanjo


4 Kommentare 17.7.15 11:58, kommentieren

Erleben statt planen!

Wer solch eine Reise strickt durchplant und sich exakt an seinem Zeitplan hält, dem werden viele wunderschöne Erlebnisse und Begegnungen vorenthalten. Deshalb haben wir nur einen groben Zeitplan und erleben eine wunderbare Abenteuerreise!

Wir erreichen nach 3 Monaten den europäischen Kontinent


Von Omsk aus kamen wir nach ca. 2300km in Nischni Nowgorod an. Wir schauten uns ein wenig die Stadt an und verbrachten die Nacht an einem Seitenarm der Wolga. Am Freitag fuhren wir nochmal in die Stadt, um uns die sehr schicke Fußgängerzone einmal anzuschauen.



Am Nachmittag fuhren wir zu einem kleinen Dorf südlich der Stadt. Dort waren wir eingeladen.

Es war Jens und seine Familie die uns sehr herzlich empfingen. Stefan kannte Jens über ein Offroadforum. Jens kommt aus Deutschland, lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Russland und ist hier sehr glücklich mit seiner Familie. Wir hatten viel zu erzählen, während es das leckere Schaschlik gab. So wurde der Abend sehr lang, so dass wir am nächsten Morgen recht lang schliefen. Nach einem leckeren Frühstück, zeigten wir ein paar Bilder von unserer Reise. Wir entschieden uns erst am nächsten Tag weiter zu fahren. Also zeigte uns Jens nochmal ein paar Dinge in der Stadt und kauften dort für das Abendessen ein. Am Abend gab es wiedermal ein sehr leckeres Essen und es gab jede Menge Gesprächsstoff. In der Nacht fing es an zu regnen und der Regen wollte und wollte nicht weniger werden. Am morgen huschten wir von den Kabinen schnell ins Haus und wurden mit einem erstklassigem Sonntagsfrühstück empfangen.


Nun wollten wir am Sonntag weiter nach Moskau fahren, doch Jens gab uns sehr gute Hinweise! Und riet uns davon ab gegen Abend Moskau zu erreichen, da es dann viel Stau gibt. Auf der Hälfte der Strecke hat er einen Bekannten, der auch aus Deutschland stammt und sich freut uns zu empfangen! Nach einem leckeren Mittagessen, verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern und machten uns auf zur nächsten Einladung.

Dort kamen wir aber erst recht spät an, so dass wir nach einer halben Stunde alle ins Bett fielen. Am Morgen machte uns Jürgens Tochter ein leckeres Frühstück und wir erhielten von Jürgen eine SMS ob wir nicht noch eine Nacht bleiben könnten. So entschieden wir uns heute noch ein wenig Vladimir anzuschauen um heute Abend gemeinsam mit Jürgens Familie zu grillen.


Also werden wir wohl erst morgen Moskau erreichen!



Bis dann Stefan und Hanjo

3 Kommentare 13.7.15 15:28, kommentieren

Drei unvergessliche Tage!!!

Eigentlich fing es an der Grenze zur Mongolei an! Dort lernten wir eine russische Gruppe kennen, mit denen wir dann den ersten Abend in der Mongolei verbrachten. Die meisten von ihnen kamen aus Omsk. So sagten sie uns, wenn wir in Omsk sind würden sie uns gerne einladen!


Nun kamen wir am Samstag in Omsk an, Alexey mit dem wir immer in Kontakt waren, war allerdings noch unterwegs. So schickte er seinen ältesten Sohn zu dem Treffpunkt. Fedor sprach sehr gut Englisch, der Treffpunkt war das Büro von Alexey's Firma. Dort konnten wir unsere Autos abstellen und erstmal in Ruhe duschen. Anschließend fuhr uns Fedor zur Familie, wo die Mutter schon mit einem leckeren Essen wartete. Doch erst fuhren wir gemeinsam in die Stadt. Sie zeigten uns einige Sehenswürdigkeiten und liefen am Fluss entlang. Nach dem Spaziergang fuhren wir wieder zu ihnen nach Hause, wo Alexey auch mittlerweile eingetroffen war. Wir erzählten viel und schauten uns Bilder von unserer Reise an. Ein wirklich schöner Abend!


Zu später Stunde fuhr uns Fedor wieder zu unseren Autos. Das gesamt Firmengelände wird 24h bewacht und so konnten wir in Ruhe schlafen.

Am nächsten Morgen holte uns Alexey wieder ab. Ein guter Freund von ihm wollte uns zu einer Bootstour einladen, um uns kennen zu lernen. So fuhren wir zu Nikolai, als erstes fuhren wir Einkaufen. Es wurde Grillfleisch, Bier und Vodka eingekauft. Im Anschluss holten wir Alexey's Familie ab und es ging zum Yacht Hafen.

Nun ging die Bootstour los! Es war einfach klasse, es wurde gegrillt und es gab viel zu trinken.

Alexey's Familie und wir!

Es war nicht einfach eine Bootstour auf dem Fluss, nein wir hatten ein ganz bestimmtes Ziel! Nämlich das Anwesen von Alfred, Alfred lernten wir schon in der Mongolei kennen. Auch er wollte es sich nicht nehmen lassen uns einzuladen! Nach der ca. dreistündigen Bootsfahrt kamen wir bei Alfred an. Dort erwartete uns ein köstliches Buffet mit allem was dazu gehört! Kaviar, verschiedene Fleischsorten, Salate und natürlich Vodka! Da wir schon auf dem Boot mehr als gut verköstigt wurden, konnten wir nicht mehr all zu viel essen.


Tja wir kamen ja schon beim Essen ins schwitzen, dies war aber nicht genug! So ging es Richtung Banja Haus. Alfred hatte die Banja schon ordentlich vorgeheizt und wir konnten die richtig traditionelle Banja mit Wenik Aufguss kennen lernen, ein Traum!!!

Nachdem wir Männer uns ein wenig von der Banja erholt hatten, zeigte uns Alfred einmal das ganze Anwesen. Und so blieben wir dann schließlich in seiner „kleinen“ Bar oberhalb der Garage hängen. Ein klasse Ort, wo man den Tag mit süßem Gebäck, Tee und Vodka ausklingen lassen kann.


Nun war es schon recht spät und wir machten uns auf den Rückweg! Auch das war so geplant, denn sie wollten uns schließlich die Stadt bei Nacht zeigen und zwar mit dem Blick vom Fluss aus! Einfach gigantisch!


Am ersten Abend fragte uns Alexey ob wir damit einverstanden sind ein TV Interview zu geben, warum nicht. So stand am Montag das Fernsehinterview an. Alexey übersetzte jeweils vom russischen ins englsiche und wir gaben unsere Statements auf Englisch. Im Anschluss wurden dann die Autos noch gefilmt sowohl von Innen als auch von Außen.

Nun rief Nikolai an, er lässt uns nicht fahren bevor seine Mitarbeiter unsere Autos gereinigt haben. So fuhren wir zur Fahrzeugreinigung, während unsere Autos von Innen und Außen geputzt wurden, lud uns Nikolai zum Mittagessen ein. Nach der Reinigung sahen die Autos aus wie neu!



Jetzt konnten wir starten, wir verabschiedeten uns und bedankten uns ganz herzlich für die unvergessliche Zeit in Omsk! Wir wollen uns auf jedenfall wieder sehen und bleiben weiterhin in Kontakt.

Nun sind wir auf dem Weg nach Nischni Nowgorod.


Bis dann Stefan und Hanjo

9 Kommentare 6.7.15 21:24, kommentieren

Abenteuer Magistrale Irkutsk-Omsk

Es ist schon faszinierend wenn man einfach innerhalb eines Landes in eine andere Stadt fährt, man den Zielort ins Navi oder GPS Gerät ein tippt und es kommt eine Strecke von rund 2500km raus! Spätestens da merkt man, dass es hier einfach andere Dimensionen sind!

Nun sind wir schon seit ein paar Tagen auf dem Weg nach Omsk und zwar auf der Magistrale (Fernstraße) die Sibirien mit dem Rest der Welt verbindet! Dementsprechend ist hier auch viel los! Ein treuer Begleiter ist die Transsibirische Eisenbahnstrecke, die wir schon häufig kreuzten.

Es geht vorbei an wunderschönen Landschaften! Mal geht es sanft bergauf und bergab, mal ist es so platt wie in Ostfriesland. Der Baumbestand wechselt zwischen reinen Birkenwäldern zu Mischwäldern und teils zu reinen Kiefernwäldern. Immer wieder gibt es sehr große Sumpffelder rechts und links der Fahrbahn. Dort wachsen nur noch Birken und selbst denen wird es zu nass und sterben ab. Dadurch entsteht eine einzigartige Landschaft, die seinesgleichen sucht!


Auch auf der Straße wird es nicht langweilig! Die Strecke ist viel befahren, aber meist gibt es nur eine Spur pro Fahrtrichtung. Dabei wird noch an vielen Stellen die Fahrbahndecke erneuert, doch im Sumpf gibt es keine Umleitung! So muss man dann schon mal an der Baustelle ein wenig warten. Die Sonne hat auch hier mächtig Power, so schafft es das Thermometer auf rund 40°C! Zu warm für den Asphalt, er fängt an weich zu werden! Die Reifen kleben förmlich auf dem Asphalt und die schweren LKW's ziehen tiefe Spurrillen hinter sich her! Hier ist es eben Extrem! Im Winter -40°C oder noch kälter und im Sommer +40°C! Da kommt der Asphalt schon mal an seine Grenzen.

In Russland scheint überholen ein Ausbildungsberuf zu sein! Sie überholen einfach überall, aber am liebsten dort wo man die Gegenspur nicht einsehen kann. In der Regel geht immer alles gut, alle sind aufmerksam und passen sich an. 90 Km/h sind erlaubt, doch viele Autofahrer halten sich nicht daran. Steht die Polizei irgendwo, warnen die entgegen kommenden Fahrzeuge mit der Lichthupe!

Auch mit den Maßen im Güterverkehr wird es hier nicht so genau genommen! Ob nun der Auflieger 3 Meter breit ist oder nur 2,5m, Fakt ist auf dem breiteren passt mehr drauf und die Länge ist hier eh wurscht!

Insgesamt geht es hier aber recht human zu im Gegensatz zu den anderen Ländern die wir bereits hinter uns haben. Heute werden wir gegen Mittag Omsk erreichen, wo wir dann das restliche Wochenende verbringen werden.


Bis dann Stefan und Hanjo


2 Kommentare 4.7.15 09:47, kommentieren